Donnerstag, 9. September 2010

Namutoni

Mit der Durchquerung des Ovambolandes erwartet uns heute eine der längsten Tagesetappen. Zunächst geht es jedoch am Kunene weiter bis Ruacana. Leider sind die dortigen Wasserfälle trocken gefallen. Nur in der Regenzeit kommt genug Wasser den Fluss herunter, so dass nicht alles in den Turbinen des Elektrizitätswerkes verschwindet.

Ab Ruacana haben wir wieder Teer unter den Rädern und die Strecke ist doch recht eintönig. Kurz vor dem Eingang zum Etosha-Nationalpark füllen wir unsere Vorräte neu auf, da wir uns in den nächsten Tagen überwiegend selbst versorgen möchten.

Kurz nach passieren des Eingangstores entdecken wir schon die ersten Tiere: Springböcke, Giraffen und Zebras. Beim Wasserloch Tsumcor stoßen wir auf die ersten Elefanten die uns auf der Straße entgegen kommen.




Im Camp Namutoni suchen wir uns einen schattigen Stellplatz. Hier stellen wir fest, dass wir den nächsten Platten haben. Also wieder den Kompressor angeschlossen und dann mit Vollgas zur Tankstelle. Der Tankwart ist sehr hilfsbereit und hilft mir, den Reifen auszutauschen und den Defekt zu reparieren. Unterdessen stromert Kirsten schon mal durch das schöne Camp und hat eine Begegnung mit einer Familie Zebramangusten. Gott sei dank geht die Reifenreparatur schnell von statten, ansonsten hätten wir die schönste Elefantenbeobachtung des gesamten Urlaubs verpasst. Auf Anraten einer Rangerin fahren wir zum nahe gelegenen Wasserloch Klein-Namutoni. Hier stehen schon einige Autos, den Grund dafür entdecken wir sehr bald: unser erstes Rudel Löwen. Toll…im Krüger NP haben wir ewig nach den Katzen suchen müssen und hier finden wir welche direkt am ersten Abend. Plötzlich kommt Bewegung in die Szenerie am Wasserloch. Mehrere Elefantenfamilien
eilen zum Trinken und Plantschen ans Wasser. Schließlich sind ca. 100 dieser majestätischen Tiere hier versammelt. In schönstem Abendlicht gelingen uns hier tolle Fotos. Abends grillen wir noch, dann fallen wir todmüde ins Bett. Die Nacht verläuft leider etwas unruhig, da Kirsten unter Magenkrämpfen leidet. Hoffentlich können wir morgen trotzdem auf Pirschfahrt gehen…wäre sonst schon schade!

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