Wir haben uns entschlossen, die nächsten drei Tage auch noch hier zu verbringen. Eigentlich wollten wir morgen zum Ihaha-Camp weiterfahren und dort zwei Nächte in der Einsamkeit der Natur verbringen. Wir haben dort jedoch keine Reservierung mehr bekommen und es gefällt uns in der Lodge sehr gut.
Außerdem haben wir mit Ronja und Alex verabredet, dass wir auf der Rückfahrt durch den Caprivi zwei Nächte zusammen im Camp Nambwa verbringen werden. Dies ist ebenfalls ein Camp ohne Zäune. Der Vorteil liegt für uns darin, dass wir dann nicht ganz alleine sind. Da fühlt man sich schon etwas sicherer.
Nach kurzer Verhandlung an der Rezeption bekommen wir dann auch unser Permit für die nächsten Tage.
Heute unternehmen wir eine geführte Tagestour zu den Victoria Falls auf simbabwischer Seite. Die Grenzformalitäten sind schon ein wenig albern aber insgesamt problemlos.
Der Ort Vic Falls ist wenig vertrauenserweckend und insgesamt doch sehr erschreckend. Zum einen werden überall Elfenbeinschnitzereien verkauft, zum anderen ist die Bettelei hier sehr weit verbreitet. Schade und nicht zu verstehen, dass Robert Mugabe dieses Land mit seinen reichen Naturschätzen so heruntergewirtschaftet hat. Kaum jemand verbringt hier ein paar Tage. Die überwiegende Zahl der Touristen besucht die Fälle nur als Tagesausflug von Botswana aus.
Die Wasserfälle selbst sind allerdings wirklich gigantisch. Auf einer Länge von 1.700 m stürzt der Sambesi in die bis zu 109 m tiefe Schlucht. Ein kleiner Wanderweg führt an der Abbruchkante zu immer neuen Aussichtspunkten. Einen tollen Überblick gewinnt man auf einem Helicopterrundflug. Der dauert zwar nur eine knappe Viertelstunde, ist aber unbedingt lohnenswert.
Am Abend haben wir noch ein Problem mit unserer zweiten Autobatterie. Es stellt sich aber heraus, dass diese einfach aufgrund der großen Hitze und dem damit verbundenen Energiebedarf des Kühlschranks leer gelaufen ist. Schön war es aber zu sehen, dass unsere holländischen Nachbarn sofort zur Hilfe eilten. Die Erfahrung haben wir übrigens immer wieder gemacht. Auf den Campingplätzen war man immer sehr hilfsbereit und aneinander interessiert. Das macht es einem dann schon deutlich einfacher.
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